Architektur
Die ehemalige Tabakfabrik bringt imposante Industriearchitektur und modernste Wohnkultur in Einklang. In allen loftartigen Wohnungen lässt sich die typische funktionale Ästhetik des repräsentativen Baus erleben.

Durch die unvergleichliche wirtschaftliche Expansion nach dem Deutsch-Französischen-Krieg 1870/71 entstehen in ganz Europa unzählige Industriebauten. Der Eisenbahnknoten Bruchsals ließ die Stadt erblühen und lockte zahlreiche Unternehmen an, darunter auch die Malzfabrik in der Kaiserstraße. An der opulenten Front lässt sich noch heute der typische Repräsentationsdrang der damaligen Industriellen erkennen. Auch im Inneren ist der funktionale Bau mit reichlich Zierelementen ausgestaltet. Massive im Jugendstil verzierte Stahlsäulen tragen die gewaltige preußische Kappendecke.
Bereits durch die Umnutzung in eine Tabakfabrik um 1940 gingen einige historische Elemente verloren. Von den über alle Stockwerke reichenden Darren im vorderen Gebäudeteil sind heute nur noch die Kuppel vorhanden. Die riesigen Schornsteine gingen verloren und die Darren wurden mit Geschossdecken durchzogen.